Um die volle Bandbreite von DSL nutzen zu können, bedarf es mittlerweile nicht mehr nur die Telefonbuchse. Auch über den Kabelanschluss oder via Satellit lassen sich hohe Übertragungsraten erreichen und das Internet nutzen. Worüber sich das Internet realisieren lässt, hängt davon ab, wie stark die Leitung frequentiert sein wird. Neben der Höhe der Übertragungsrate unterscheiden sich die verschiedenen DSL-Anschlüsse auch im Preis.
Unterschied zwischen den DSL-Anschlüssen
Die Asymmetric Digital Subscriber Line (bekannt als ADSL) ist am Weitesten verbreitet und damit recht kostengünstig. Vorteil ist die hohe Geschwindigkeit von bis zu 16 Mbit/s. Die meisten Internetanschlüsse sind inzwischen ADSL-Anschlüsse.
Eine höhere Übertragungsrate sowohl im Up- als auch im Downloadstream bietet derzeit VDSL (Very High Data Rate Digital Subscriber Line). Dabei wird nicht ausschließlich über Kupferkabel das Internet bereitgestellt. Den größten Teil machen hier unterirdische Glasfaserkabel, die einen bis zu 50 Mbit/s schnellen Download-Stream möglich machen. Der Upload ist mit bis zu 10 Mbit/s bemessen. Die Glasfaserleitungen sind an die Kupferkabel im Haus angeschlossen. Je länger die Kupferkabel, desto geringer die Übertragungsrate. Derzeit wird VDSL nur in Großstädten angeboten, weitere Städte folgen. VDSL ist aktuell nicht flächendeckend möglich.
Über den Kabelanschluss können die drei wichtigsten Medien genutzt werden: Telefon, Internet und Fernsehen. Der größte Vorteil ist der Download-Stream mit einer Übertragungsrate von bis zu 100 Mbit/s und einem Upload-Stream von fast 6 Mbit/s. Diese Rate ist ideal für SD- und HD-TV in brillanter Auflösung. Nachteilig ist die Struktur der Technik: Mehrere Personen müssen sich einen Hauptstrang teilen. Sollten viele Kabelkunden gleichzeitig das Netz nutzen, kann es zu kurzfristigen Schwankungen in den Datenraten geben.
Dort wo der Ausbau neuer Telefonleitungen noch unzureichend oder nicht möglich ist, ergibt sich noch eine vierte Möglichkeit um das Internet empfangen zu können. Per Satellit über die Ein- beziehungsweise Zweiwegetechnik lässt sich mit dem passendem Equipment der Zugang ins World Wide Web umsetzen. Da diese Empfangs- und Sendetechnik nur sehr rar genutzt wird, ist dieser Weg äußerst kostspielig.
Die Möglichkeit überall in Deutschland ins Internet gehen zu können und unabhängig von den regionalen Anbietern zu sein ist sicher ein Vorteil. Die Übertragungsgeschwindigkeit für eine DSL-Verbindung ist mit einer Downloadrate von fast 2 Mbit/s und mit 192 kbit/s im Upload ist im Vergleich zu den anderen Angeboten eher nachteilig. Wird diese Streamrate jedoch mit den üblichen ungebundenen Verbindungen wie UMTS oder GPRS verglichen, ist hier eine definitive Verbesserung und damit ein Vorteil erkennbar.